Rebecca 3/26 - Stricken neu erleben
31 neue Modelle zwischen feinen Garnen, Tweed, Bouclé und faszinierenden Farbverläufen

verfasst am 05.10.2026, 07:31
Neue Garne, neue Farben, neue Designs – und endlich wieder richtig Lust aufs Stricken: Die Rebecca 3/26 kommt genau in der Zeit, in der Pullover, Jacken, Ponchos und warme Accessoires wieder nach vorne rücken. Mit insgesamt 31 Modellen für Herbst und Winter spannt das neue Strickmagazin einen ausgesprochen abwechslungsreichen Bogen von feinen, edlen Garnen über kernigen Tweed und flauschiges Bouclé bis zu faszinierenden Farbverläufen.
Gerade diese Mischung macht die Ausgabe so interessant. Rebecca legt sich nicht auf einen einzigen Herbstlook fest, sondern zeigt vier sehr unterschiedliche Garn- und Stilwelten. Mal steht luxuriöse Leichtigkeit im Mittelpunkt, mal eine robuste Tweed-Optik, dann wieder kuschelige Fake-Fur-Strukturen oder Colorgarne, deren Muster sich erst während des Strickens vollständig zeigen.

Rebecca 3/26 – 31 Strickideen für Herbst und Winter
Zart, weich und edel – feine Garne für Wohlfühlmodelle
Den Auftakt macht eine Themenwelt, bei der feine Wollqualitäten und weiche Oberflächen im Mittelpunkt stehen. CASHMERE LACE und STARLIGHT von Austermann werden zu Pullovern, Jacken und Accessoires verarbeitet, die leicht wirken und trotzdem angenehm wärmen.
Schon der Pullover Fine auf dem Titelbild zeigt sehr schön, wohin diese Reise geht. Das Ajour-Noppenmuster rund um die Schulterpartie gibt dem klassischen Rundpassenpullover eine besondere Struktur, während die Kombination aus Kaschmir und Seide für einen edlen, weichen Charakter sorgt.
Bei der Longjacke Linda wird es etwas glamouröser. Kleine Pailletten im Garn blitzen dezent zwischen den Maschen hervor, ohne das Modell in einen reinen Abendlook zu verwandeln. Genau diese Zurückhaltung macht die Idee alltagstauglich: ein wenig Glanz, aber immer noch klar als Strickmode für jeden Tag.
Ein Hauch von Glamour – Pailletten ganz selbstverständlich tragen
Auch Cardigan Bella, das kleine Minituch Fenja und der Longpullover Mila zeigen, wie gut sich feine Garne mit einem dezenten Schimmer verbinden lassen. Die Pailletten sitzen nicht plakativ auf der Oberfläche, sondern sind in das Garn integriert und tauchen nur dort auf, wo das Licht sie trifft.
Dadurch entsteht eine spannende Mischung aus Kuschelkomfort und Eleganz. Besonders schön ist, dass Rebecca diesen Effekt nicht auf festliche Modelle beschränkt. Die Designs bleiben tragbar und unkompliziert kombinierbar – der Glanz ist ein Detail und nicht das gesamte Konzept.
Auch Pullover Liv und Pullover Vera greifen diese ruhige, hochwertige Garnwelt auf. Vera zeigt dabei besonders deutlich, wie leicht ein feines Kaschmir-Seide-Garn wirken kann: Je nach Größe benötigt das Modell nur etwa 180 bis 220 Gramm Garn.
Accessoires, die mehr können als nur wärmen
Bei den kleineren Projekten zeigt Rebecca ebenfalls schöne Ideen. Der Scoodie Merit verbindet Schal und Kapuze in einem Stück. MERINO 160 sorgt dabei für Form und Stand, während CASHMERE LACE zusätzliche Weichheit ins Modell bringt.
Der Schal Grazia spielt dagegen mit Farbe und Konstruktion. Vier kühle Blautöne werden dreifädig verarbeitet. Für die sanften Übergänge wird jeweils nur ein Faden ausgetauscht – dadurch entsteht kein harter Farbwechsel, sondern ein abgestufter Verlauf über die gesamte Fläche.

Die neue Lust auf Tweed
Nach der feinen, weichen Garnwelt wechselt die Rebecca 3/26 deutlich den Charakter. Mit CLASSIC TWEED von Austermann wird es kerniger. Kleine Sprenkel im Garn beleben das Maschenbild und geben Pullovern, Ponchos, Pullundern und Accessoires eine authentische Tweed-Optik.
Den Einstieg macht Poncho Skye. Der lässige Schulterwärmer lässt dem Garn viel Fläche und kombiniert die ruhige Grundform mit einer Jacquardbordüre am unteren Rand. Gerade solche Modelle zeigen sehr schön, dass Tweed heute keineswegs altmodisch wirken muss.
Beim Pullover Kintyre trifft die Garnstruktur auf skandinavisch inspirierte Rundpassenmuster. Das Ergebnis verbindet traditionelle Elemente mit einer modernen Silhouette. Pullover Edinburgh interpretiert Tweed wiederum urbaner: Ein grafisch wirkendes Fischgrätmuster in gedeckten Tönen wird durch einen kräftigen roten Streifen aufgebrochen.
Tweed lebt von Struktur und kleinen Unregelmäßigkeiten
Gerade bei strukturierten Modellen spielt CLASSIC TWEED seine Stärke aus. Beim Pullover Aberdeen treffen plastische Muster auf die kleinen Noppen und Sprenkel des Garns. Dadurch entsteht eine Oberfläche, die nicht vollkommen gleichmäßig wirkt – und genau deshalb besonders lebendig ist.
Auch die Accessoires Glencoe passen hervorragend zu diesem Garncharakter. Mütze, Schal und Stulpen arbeiten mit markanten Zöpfen und verbinden Wärme, Formstabilität und rustikale Garnwirkung zu einem klassischen Winterset.
Mit dem Pullunder Glasgow zeigt die Ausgabe schließlich, wie vielseitig Tweed sein kann. Der kurze Pullunder mit Kragen lässt sich je nach Styling eher klassisch, ländlich oder überraschend modern interpretieren.
Bouclé – Cozy Chic mit Kuschelfaktor
Eine völlig andere Oberfläche bringt COCOON von Austermann ins Heft. Kleine Schlaufen und Noppen erzeugen eine volumige, flauschige Struktur, die dem fertigen Strickstück fast eine Fake-Fur-Anmutung gibt.
Besonders eindrucksvoll zeigt das der Strickmantel Zebra. Das markante Schwarz-Weiß-Muster wirkt durch das Bouclé-Garn weich und voluminös und erhält dadurch einen völlig anderen Charakter als ein klassisch glatt gestrickter Mantel.
Bei Longjacke Teddy und Pullover Flor darf dagegen die Oberfläche selbst wirken. Beide Modelle benötigen keine komplizierten Muster, weil das Garn bereits genügend Struktur mitbringt. Gerade Flor zeigt, wie wirkungsvoll ein sehr einfach glatt rechts gestrickter Pullover aussehen kann, wenn das Material die Hauptrolle übernimmt.
Großer Effekt mit vergleichsweise einfacher Stricktechnik
Das ist überhaupt eine der sympathischen Ideen dieser Themenwelt: Effektvolle Strickmode muss nicht automatisch kompliziert sein. COCOON entwickelt seine besondere Oberfläche bereits beim ganz normalen Stricken.
Die Weste Flocke nutzt diesen Effekt für eine moderne Kapuzenweste, während der Poncho Molli die weiche, volumige Garnwirkung besonders großzügig inszeniert. Die Modelle wirken modisch, ohne ihre gemütliche Seite zu verstecken.
Farbverläufe für den Herbst – wenn das Knäuel die Gestaltung übernimmt
Im letzten großen Themenbereich wird es farblich besonders spannend. Rebecca widmet sich Garnen, bei denen sich Ringel, Nuancen und Kontraste direkt beim Stricken entwickeln. Wer Colorgarne liebt, kennt diesen Effekt: Man möchte noch eine Reihe stricken, nur um zu sehen, welche Farbe als Nächstes erscheint.
Der Pullover Herbstzeitlose aus NEW MURANO FINE von Schoeller + Stahl zeigt schmale, abwechslungsreiche Ringel in Braun-, Grün- und Orangetönen. Der Schnitt bleibt bewusst unkompliziert, damit das Farbenspiel genügend Raum bekommt.
Nevia – Farbverlauf kann auch ganz leise sein
Dass Farbverläufe nicht immer bunt und kontrastreich sein müssen, zeigt NEVIA von Austermann. Bei der Jacke Abendrotleuchten bewegt sich die Farbe tonig durch satte Rotnuancen. Dadurch entsteht Tiefe, ohne dass das Modell seine klassische Ausstrahlung verliert.
Beim Pullover Mooshain fließen Grün- und Naturtöne sehr viel ruhiger ineinander. Die klare Rippenstruktur und der sauber ausgearbeitete V-Ausschnitt lassen dem Garn genügend Platz, seine unterschiedlichen Nuancen zu zeigen.
Besonders interessant ist Pullover Nordlichtschein. Hier begegnen sich plastische Tulpenzöpfe und fein abgestufte Farbverläufe. Struktur und Farbe konkurrieren nicht miteinander, sondern verstärken sich gegenseitig.
Ein Farbverlauf sieht in jedem Muster anders aus
Die Jacke Atlantikwellen macht dieses Prinzip besonders anschaulich. NEW MURANO FINE wird hier in verschiedenen Mustern verarbeitet: Falsches Patent, Perlmuster, glatt rechts und Zöpfe bringen dieselben Garnfarben jeweils anders zur Geltung.
Genau darin liegt der Reiz vieler Colorgarne. Nicht allein die Farbe entscheidet über das spätere Strickbild, sondern auch die Maschenstruktur. Ein Verlauf kann glatt gestrickt weich und fließend wirken, in Rippen stärker gegliedert erscheinen oder durch plastische Muster plötzlich ganz neue Akzente bekommen.
Patchwork direkt aus dem Knäuel
Einen besonders auffälligen Abschluss bildet das Strickkleid Buntstiftbunt. Das Modell wird aus der Mitte heraus in unterschiedlichen Richtungen gearbeitet. Kraus rechts gestrickte Rechtecke werden miteinander verbunden und ergeben eine lebendige Patchworkoptik.
Die Farben werden dabei nicht mühsam einzeln geplant. Sie entstehen so, wie sie aus NEW MURANO FINE kommen. Dadurch sieht jede Fläche ein wenig anders aus und das Kleid entwickelt Schritt für Schritt seinen eigenen Rhythmus.

Vier Themenwelten – und trotzdem eine gemeinsame Herbstidee
Was die Rebecca 3/26 besonders stark macht, ist ihre Bandbreite. Feine Garne mit Kaschmir, Seide und dezentem Glitzer stehen neben robustem Tweed. Volumiges Bouclé trifft auf sanft oder kräftig verlaufende Colorgarne.
Trotzdem wirkt die Ausgabe nicht wie eine zufällige Sammlung. Alle vier Themenwelten beschäftigen sich auf ihre Weise mit der Frage, was ein Garn einem Modell mitgeben kann: Weichheit, Struktur, Sprenkel, Flausch, Glanz oder Farbe. Das Material ist hier nicht nur Mittel zum Zweck, sondern Teil des Designs.
31 Modelle für ganz unterschiedliche Strickvorlieben
Mit 31 Modellen bietet die Rebecca 3/26 ausreichend Auswahl für sehr unterschiedliche Vorlieben. Pullover und Jacken bilden den Schwerpunkt, dazu kommen Ponchos, Pullunder, Westen, ein Mantel, ein Strickkleid sowie verschiedene Accessoires.
Auch beim Schwierigkeitsgrad gibt es Abwechslung. Manche Projekte leben von aufwendigeren Ajour-, Zopf-, Jacquard- oder Strukturmustern, andere bleiben bewusst einfach und lassen stattdessen das Garn wirken. Dadurch eignet sich die Ausgabe sowohl für alle, die gerne an besonderen Mustern arbeiten, als auch für Strickerinnen und Stricker, die ein schönes Garn möglichst unkompliziert verarbeiten möchten.
Fazit: Rebecca 3/26 macht Lust auf eine neue Stricksaison
Rebecca 3/26 nimmt das Motto „Stricken neu erleben“ ziemlich wörtlich. Die Ausgabe zeigt bekannte Garnwelten aus neuen Blickwinkeln und verbindet hochwertige Materialien mit tragbaren, modernen Modellen.
Vom federleichten Kaschmirpullover über klassische Tweedmodelle und kuschelige Bouclé-Strukturen bis zum farbenfrohen Patchworkkleid reicht eine Kollektion, in der man sehr wahrscheinlich nicht nur ein einziges Projekt findet. Genau das macht dieses Heft zu einer schönen Begleitung durch Herbst und Winter.
Die Rebecca 3/26 ist im Wollstudio erhältlich.
